News
Hantavirus-Infektion als Zoonose
Vorkommen und Verbreitung
* -bisher vorwiegend in Süddeutschland und Baden-Württemberg, neuerdings aber auch in ganz Deutschland.
* -Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz seit 2001
* -2004 225 gemeldete Fälle
Betroffene Personengruppen
* -Waldarbeiter, Schädlingsbekämpfer, Soldaten im Feld.
Ursachen
* -Virusinfektion aus der Gruppe der Bunyaviren
* -Kontakt mit den Ausscheidungen infizierter Nagetiere (Hauptwirt Rötelmaus)
* -Infektionsweg: Tröpfchen- oder Staubinfektion, Kontamination der Hände, Mäusebisse mögliche Exposition: Kehren von Mäuse-infizierten Kellern, Speichern oder Schuppen Arbeiten an Holzstapeln, Kehren und Entsorgen von Laub selten: alimentäre Infektion über kontaminierte Lebensmittel
Symptome
* -Inkubationszeit 5 – 35 Tage
* -plötzliches Fieber für drei bis vier Tage
* -grippeähnliche Symptome (Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelbeschwerden)
* -typisch: nach 4 – 10 Tagen kolikartige Schmerzen in den Flanken und Harnverhalten („Nephropathia epidemica“)
* Einschränkung der Nierenfunktion bis hin zur Dialysepflicht!
* Beteiligung der Lunge in 16 % der Fälle möglich (Pleuroemphyem)
* -Letalität liegt unter 1 %
Diagnose
* -Patienten, die viel im Freien sind; unklare Fieberschübe; Nieren- und Lungenerkrankungen
* -Antikörpertest im Serum innerhalb von 8 – 14 Tagen nach der Infektion (IgM und IgG)
* -Direkte Anzucht der Viren ist schwierig und gelingt nicht immer
* -Real-Time PCR (Nachweis des genetischen Virusmaterials) auch noch nach längerer Krankheitsdauer
Therapie
* -keine spezifische; Kreislaufstabilisierung, falls nötig Dialyse und Beatmung
* -Impfung derzeit nicht möglich
Prophylaxe
* -Tragen von Mundschutz bei Kontakt mit Mäuseexkrementen
* -Befeuchtung um eine Staubentwicklung zu verhindern
* -konsequente Mäusebekämpfung im Wohn- und Arbeitsumfeld
Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von Herrn Sommer von der Fa. Vogt & Sommer zur Verfügung gestellt