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Insekten

Amerikanische Schabe (periplaneta americana)

Allgemein

Diese Schabenart ist mit 26-40 mm Körperlänge die größte der in Mitteleuropa "eingemeindeten" Schabenarten. Sie ist rotbraun gefärbt und besitzt einen Halsschild mit rostgelben Binden. Beide Geschlechter sind voll beflügelt und können zumindest etwas segeln. Im Vergleich zu den in Europa verbreiteten Schabenarten kommt sie am seltensten vor, da sie sehr hohe Ansprüche an Temperatur und Feuchtigkeit stellt. In den Tropen und Subtropen sind sie dagegen sehr häufig verbreitet.

Lebensweise, Biologie

Man findet die Amerikanische Schabe mehr in gewerblichen Betrieben mit den entsprechenden Bedingungen also in zoologischen Gärten Gewächshäusern usw.. Sie ist ein regelmäßiger Gast auf Überseeschiffen, wo sie mit dem Ladegut in die Städte des europäischen Binnenlandes eingeschleppt werden.

Das Weibchen legt überwiegend jeweils 16 Eier in eine Oothek. Jede dieser Ootheken ( ca. 90 während der gesamten Lebensdauer von bis 1.5 Jahren ) wird sorgsam in einer Kammer verborgen, die mit den Beißwerkzeugen gescharrt wird. Diese Kammer wird dann mit Erde oder anderem Material zugedeckt ( ganz im Gegensatz zur Deutschen Schabe, welche die Oothek bis zum Schlüpfen mit sich führt ).

Die jungen Larven verlassen die Oothek nach 38-49 Tagen ( je nach Temperaturbedingungen ) gemeinsam, weil sie die Hülle nur mit vereinten Kräften einen Spalt weit öffnen können.

Sie sind nach dem Schlüpfen noch weißlich gefärbt, dunkeln aber im Laufe der Zeit nach. Die weiter herangewachsenen Larven sind dem adulten Tier schon ähnlich, nur die helle Zeichnung auf dem Brustschild ist noch undeutlich.

Während der Entwicklungsphase häuten sich die Larven ca. 7-13 mal. Diese Entwicklungsphase hängt überwiegend von der Temperatur und den übrigen Lebensbedingungen ab. In den Wintermonaten geht die Entwicklung langsamer voran.

Schaden

Die Amerikanische Schabe wird in manchen Fällen zu einem hygienischen Problem, besonders an Orten, an denen Nahrung zubereitet oder gelagert wird. Gelegentlich tritt sie zusammen mit der Deutschen Schabe auf.

Da sie Allesfresser sind, befallen sie nachts jegliches organisches Material, das mit ihren kauend-beißenden Mundwerkzeugen zerkleinert wird. Durch Einschleppen von Keimen und durch den Verbleib der z.T. süßlichen Duftstoffe werden Lebensmittel auch nach dem Abzug der Schaben unbrauchbar.

Deutsche Schabe (blattella germanica)

AussehenDie Deutsche Schabe hat eine Färbung von rotbraun bis rotgelb, der Vorderbrustrücken ist mit einer dunklen rotbraunen trapezförmigen Scheibe versehen, die von einem hellen durchscheinenden Seitenrand umgeben wird. Die Vorderflügel überragen nur beim Männchen den Hinterleib, beim Weibchen nicht oder kaum. Außerdem sind die Weibchen in der Regel intensiver gefärbt als die Männchen.

Allgemein

Die Deutsche Schabe, welche 11 - 13 mm lang sein kann, lebt heutzutage in geringerem Umfang in Wohnungen von Menschen als früher. Sie tritt in Restaurants, Krankenhäusern und auch auf Schiffen nicht nur regelmäßig auf, sondern auch vielfach in großen Massen. Dieser uralte Begleiter des Menschen wurde in verschiedenen Verkehrsmitteln mit allen möglichen Frachten verbreitet. Die Deutsche Schabe hat nicht die Fähigkeit zu fliegen. Sie ist aber ein schneller und ausdauernder Läufer. Auch ist es ihr möglich über glatte und senkrechte Flächen zu gelangen.

Die Deutsche Schabe ist nachtaktiv; wird sie aber auch tagsüber in größerer Anzahl entdeckt, so ist das ein Zeichen für ihre Übervermehrung.

Lebensweise

Diese Spezies kann sich besser fortpflanzen, als die anderen Schabenarten. Das Weibchen legt ca. 46 Eier in eine Kapsel, die sogenannte Oothek, die am Hinterleibsende aus Absonderungen spezieller Drüsen entsteht. Die Oothek wird am Hinterleib ständig mitgetragen und erst ein paar Minuten / Stunden vor dem Schlüpfen der Nymphen aus den Eiern abgelegt. Die Nymphen, welche zunächst weiß sind und später nachdunkeln, sprengen diese Oothek in der Längsnaht auf und kommen durch einen Spalt ins Freie.

Ein Weibchen paart sich im Laufe des Lebens mehrmals, es werden meist vier Ootheken zustandegebracht. Die Entwicklungsdauer hängt hauptsächlich von der Temperatur und erst in zweiter Linie von anderen Bedingungen ab. Bei ca. 30° C entwickelt sich die Imago aus dem Ei innerhalb von 50 - 60 Tagen.

Deutsche Schaben sind Schädlinge, die nicht nur Nahrungsmittel und Saatgut befallen, sondern auch Holzgegenstände, Verpackungsmaterialien, Bucheinbände, Textilien und sogar Rohre und Kabel. Sie sind auch Überträger von Krankheiten, da sie auch Abfälle und anderen Schmutz aufsuchen, welche Keime enthalten.

Orientalische Schabe (blatta orientalis)



Aussehen
Die Orientalische Schabe zeichnet sich durch einen breiten schwarzbraunen Körper aus, welche in der Regel 19-25 mm lang werden. Das Weibchen hat verkümmerte Flügel. Die Flügel des Männchens sind zwar ausgebildet, jedoch kurz und bedecken den Hinterleib nicht ganz.

Vorkommen, Lebensweise

Diese Art stammt wahrscheinlich von der Krim, wo sie in freier Natur lebt, heute kommt sie überall auf der Welt vor. Verschiedenen Ansichten zufolge hat sie sich schon in prähistorischer Zeit über Europa ausgebreitet.

Die Oothek ( Eikapsel ) enthält fast immer 16 Eier. Das Weibchen trägt sie gewöhnlich nicht bis zur Eiablage, sondern legt sie an einer versteckten, warmen Stelle ab. Dort bleibt die Oothek etwa 2 Monate liegen, ehe die jungen Larven schlüpfen. Nach weiteren 6-8 Monaten erreichen diese das Erwachsenenstadium. Eine ältere Larve ähnelt einem erwachsenen Weibchen. Niedrige Temperaturen verlängern die Entwicklungsdauer ganz bedeutend. Im Laufe ihres Lebens produzieren die Weibchen bis zu 18 Ootheken.

Die Orientalische Schabe ist ein wärmeliebender Allesfresser, welcher tagsüber versteckt in Ritzen und Spalten, Leitungsrohren und Lüftungsschächten etc. lebt und in den Abend- und Nachtstunden auf Futtersuche geht.

Sie ist ziemlich schwerfällig, hat eine relativ geringe Fortpflanzungsfähigkeit und ist gegenüber Insektiziden recht empfindlich. Gegenüber früheren Zeiten, als die Orientalische Schabe noch ein regelmäßiger Bewohner von Stadthäusern und anderen Objekten war, ist diese Art heutzutage wesentlich geringer anzutreffen. Selbst unter günstigen Umständen tritt sie nur selten in großen Mengen auf.

Die Nahrung der Orientalische Schabe ist ähnlich wie die der Deutschen Schabe, es überwiegen bei ihr aber die stärkehaltigeren Bestandteile.

Schaden

Bedingt durch die Tatsache, dass Schaben Allesfresser sind, sind die von ihnen angerichteten Schäden immens.

Vorräte jeder Art, Papier, Textilien und andere Materialien werden von ihnen angefressen. Auch wenn sie die befallenen Räumlichkeiten wieder verlassen sollten, so ist durch ihren penetranten Geruch das befallene Produkt unbrauchbar geworden.

Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)

Der Asiatische Marienkäfer nutzt nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) die wärmere Witterung, um sich nach den kalten Temperaturen der vergangenen Wochen ein Winterquartier zu suchen.

"Es kann sein, dass sich auf einem Baum 500 bis 1000 Marienkäfer befinden, je nachdem wie viele Blattläuse dort zu fressen sind", sagte Heinz Sedlmeier vom LBV.

Wer neben solch einem Baum ein Fenster offen stehen lässt, müsse mit dem Besuch hunderter Marienkäfer rechnen. Sedlmeier riet, die Insekten an die frische Luft zu setzen. "Man muss auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man den Staubsauger zur Hand nimmt." Wer besonders tierlieb sei, könne den Staubsauger-beutel draußen ausschütten und die Käfer wieder in die Freiheit entlassen.

Die Tierchen in Bedrängnis zu bringen, sei dagegen nicht ratsam, da sie sonst ein Tröpfchen übel riechender Flüssigkeit absonderten.

Nachdem der Asiatische Marienkäfer anfangs im heimischen Erwerbsgartenbau zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurde, hat er inzwischen in der freien Natur Fuß gefasst. Der als Glücksbringer bekannte Marienkäfer kann bis zu 270 Blattläuse am Tag vertilgen. Im Gegensatz zum heimischen Siebenpunkt-Käfer kann die asiatische Art bis zu 19 Punkte auf ihren Flügeln aufweisen.

Bettwanzen

Seit einigen Jahren nimmt der Bettwanzenbefall weltweit massiv zu. Grund ist nicht allein die verstärkte Reiselust unserer Gesellschaft. Ursache ist auch, dass Bettwanzen inzwischen aus früheren regelmäßigen prophylaktischen Sprühungen gegen zahlreiche Pestizide resistent sind. Auch der verstärkte Handel mit Gebrauchtmöbeln und Kleidung ist eine mögliche Verbreitungsursache. Aus Amerika ist beispielsweise die Verbreitung über Möbellaster bekannt. Werden neue Möbel geliefert, nimmt die Firma als Service die alten Möbel gleich wieder mit. Sitzen in diesen Möbeln Wanzen, gelangen sie in den Transporter und damit mit der nächsten Lieferung zu neuen Kunden. Die Populationen wachsen schnell und die Weibchen suchen stets nach neuen Lebensräumen. In Hotels beispielsweise krabbeln sie z.B. über Kabelkanäle in Nachbarzimmer, so dass häufig nicht nur ein Zimmer betroffen ist.
Aussehen: Im Gegensatz zu den meisten anderen Wanzen besitzt die Bettwanze nur kleine Stummelflügel. Wenn sie nicht mit Blut gefüllt ist, ist ihr Körper papierdünn und ca. 5 – 8 mm lang. Junge und erwachsene Bettwanzen sehen gleich aus. Die Farbe ist annähernd rotbraun.
Entwicklung:Die Eier werden vom Weibchen im Versteck festgeklebt. Je Weibchen werden ca. 200 Eier gelegt. Je Tag 1 – 12 Eier. Während der Entwicklung häuten sich die jungen Wanzen ca. 5 mal. Je Stadium ist eine Blutmahlzeit erforderlich. Entwicklungsdauer ca. 30 Tage.
Vorkommen:Die Bettwanze benötigt ein trockenes und warmes Klima. Zwischen den Mahlzeiten versteckt sich die Bettwanze in Spalten, hinter Bilder und Tapeten. Daher auch Ihr Spitzname „ Tapetenflunder „. Bettwanzen sind nachtaktiv und saugen ca. 10 Minuten an ihrem Opfer.
Bekämpfung:Ist ein Befall mit Bettwanzen festgestellt, empfehlen wir eine innovative sehr effektive Methode zur Bekämpfung. Um den Tieren ökologisch – ohne großen Pestizideinsatz - zu Leibe zu rücken, machen wir uns ihre Biologie zu Nutze. Das alternative Verfahren nennt sich Ambitec NonTox und wird auch gegen Vorrats- und Materialschädlinge eingesetzt.
Hierbei werden die befallenen Räume mit speziellen Wärmeöfen aufgeheizt. Durch die all-mähliche Erwärmung der Raumluft werden die Insekten zunächst aktiv, verlassen ihre Schlupf-winkel und wandern der Wärmequelle entgegen. Dann macht man sich ein weiteres biologisches Phänomen nutzbar: Ab 45 Grad beginnt Eiweiß zu gerinnen. Alle Insekten, die über längere Zeit diesen höheren Temperaturen ausgesetzt sind, sterben ab. Die End-temperatur erreicht ca. 60 Grad. Unsere speziellen Gebläse verteilen die Luftströme bis in die letzten Winkel. Denn nur, wenn der komplette Raum auf die erforderliche Temperatur gebracht wird, ist der Erfolg gewährleistet. Regelmäßige Kontrollen, an verschiedenen Messpunkten, insbesondere an den Wärmebrücken, sind hierzu erforderlich. Nur dann ist der Tod aller Eier, der Nymphen in allen Häutungsstadien und erwachsenen ( adulten ) Tiere sichergestellt werden. Und das in jedem Schlupfwinkel des Raumes.Alternativ kann die Bekämpfung auch mit chemischen Mitteln ausgeführt werden. Da die Bekämpfung der Bettwanzen recht aufwendig ist sollten diese Arbeiten von einem erfahrenen Schädlingsbekämpfer ausgeführt werden. Als Mittel der Wahl stehen Spritz- und Stäubemittel zur Verfügung.

Brotkäfer (Stegobium paniceum)

Allgemein

Diese über die ganze Welt verbreitete Art gehört zu den ernsthaftesten Vorrats-schädlingen. Sie treibt nicht nur in Haushalten ihr Unwesen, wo sie manchmal in großer Zahl auftritt, sondern auch in Lebensmittelbetrieben und Lagerräumen, in Apotheken und Büchereien. Schaden richten aber nur die Larven an, die Imago nagt ihr Ausflugloch und nimmt dann eine winzige Nahrungsmenge auf.

Aussehen

Der Brotkäfer erreicht eine Körperlänge von 1,75 - 4 mm. Er ist rostrot bis braun gefärbt und fein behaart. Fühler mit 3-gliedriger Endkeule, deren Glieder besonders lang sind. Der Halsschild ist seitlich scharf gerandet und ohne Höcker. Die Flügeldecken haben Punktstreifen.

Entwicklung / Lebensweise

Das Weibchen legt ca. 60 Eier auf eine für Larven geeignete Nahrung oder in deren unmittelbarer Nähe. Die jungen Larven sind sehr beweglich und dringen leicht in undichte Behälter ein. Ältere Larven sind weiß, glänzend. In festem Material nagen sie sich Gänge.

Die geschlüpften Käfer hinterlassen charakteristisch runde, oft in großer Zahl beieinanderliegende Ausfluglöcher von nicht ganz 2 mm Durchmesser.

In trockenem, lockerem Material legt sich die Larve mit der Vollendung ihrer Entwicklung eine Kammer an, in der sie sich verpuppt und als fertige Imago noch ein paar Tage bleibt. Die Entwicklung dauert bei 18°C 4 Monate, bei 22°C nicht ganz 3 Monate.

In der gemäßigten Zone bringt diese Art in unbeheizten Gebäuden jährlich eine, höchstens zwei Generationen hervor. Für gewöhnlich überwintern Larven oder Puppen. In beheizten Gebäuden können sogar vier Generationen im Jahr zustande kommen.

Die häufigste Nahrung der Larven sind hartes Brot und Gebäck, aber auch Mehl, Teigwaren, Reis, Hülsenfrüchte, Schokolade, Kakao, Kaffee-Ersatz, Tee, Nüsse, Dörrgemüse, Trockenpilze, Gewürze, Heilkräuter, Kork, Leder und Papier.

Der Brotkäfer beschädigt auch Tapeten, von deren Leim er sich dabei ernährt, und ist einer der ärgsten Schädlinge in Bibliotheken. Es wurden sogar Fälle bekannt, in denen sich eine Larve nach und nach durch eine lange Reihe nebeneinander stehender Bände hindurchgefressen hat. Nicht einmal Zinnfolie oder Bleiblech stellten ihr ein Hindernis dar.

Der Brotkäfer ist einer der wenigen Schädlinge, die sich auch in sehr trockenen Substraten (mit einem Feuchtigkeitsgehalt unter 8%) entwickeln können.

Deutsche Wespe (paravespula germanica)

Allgemein

Wespen leben, ähnlich wie Hornissen, in einem sozialen Verband mit Geschlechtstieren und Arbeiterinnen. Es gibt in Europa mehrere Wespenarten, deren Körperlängen zwischen 12-20 mm variieren.

Lebensweise

Die Deutsche Wespe kommt in freier Natur ebenso häufig vor, wie in der Umgebung oder im Inneren von Gebäuden. Ein Nest ist kugelförmig, wobei die waagerecht angeordneten Waben von einer mehrschichtigen Papierhülle mit einer feinen Struktur eingeschlossen sind. Nach unten ist das Nest bis auf ein kleines Flugloch abgeschlossen.

Das Wespennest entsteht folgendermaßen: Ein befruchtetes Weibchen überlebt im Winter. Diese Königin baut im Frühjahr die ersten Nestzellen und zieht die ersten Arbeiterinnen auf. Die Arbeiterinnen übernehmen dann den Weiterbau der Zellen und fahren mit der Brutpflege fort. Im Spätsommer werden dann die Geschlechtstiere aufgezogen. Diese paaren sich und das eigentliche Wespenvolk geht zugrunde. Die Arbeiterinnen sterben, wobei nur die befruchteten Weibchen ( neue Königinnen ), wie oben erwähnt, überleben.

Die Deutsche Wespe ernährt sich wie die verwandten Arten hauptsächlich von Insekten, sammelt aber auch Nektar. In der Umgebung von Menschen geht die Wespe gerne an Marmelade, Süßigkeiten, reifes Obst, Säfte und an alles, was noch Wasser und Zucker enthält. Es kommt gelegentlich vor, dass die Wespe auch an anderen Lebensmitteln, wie Fleisch etc. nascht. Die Deutsche Wespe kann als eine sehr nützliche Art betrachtet werden, denn sie vertilgt andere Schädlinge wie z.B. Raupen, Fliegen etc. Manchmal bereitet sie aber Probleme. Für Imker zum Beispiel dadurch, dass die Wespe Bienen jagt und Honig raubt.

Im Haushalt gilt die Wespe eher als lästiges Insekt, welches für empfindliche Personen durch einen Stich zu gesundheitlichen Komplikationen führen kann. Gefährlich sind Stiche in die Zunge, wenn die Wespe durch Aufnahme von Lebensmitteln in den Mund gerät. Es muss dann sofort (!) ärztliche Hilfe hinzugezogen werden.

Dörrobstmotte (plodia interpunctella)

Allgemein

Die wärmebedürftige Dörrobstmotte (7-10 mm) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde im Laufe der Zeit fast über die ganze Welt verschleppt. Anderen Ansichten nach ist sie amerikanischer Herkunft. Sie ist bei uns in Mitteleuropa auf geheizte Gebäude angewiesen und deshalb begegnet man dieser Art in Haushalten am häufigsten.

Entwicklung und Fortpflanzung

Schon nach 3-4 Tagen schlüpfen die Raupen aus dem Ei, wovon etwa 200-400 gelegt werden. Ähnlich wie bei der Kleidermotte erstellt die Raupe eine Röhre aus Exkrementen, in der sie sich dann ständig aufhält.

Bei optimaler Temperatur braucht die Raupe zur Entwicklung ca. 4 Wochen, andernfalls dauert es bis zu mehreren Monaten. Die Länge des Puppenstadiums und die Lebensdauer der Imago hängen ebenfalls von der Temperatur ab.

Die Raupen ernähren sich von Getreide und Getreideprodukten. Es ist aber auch möglich, daß sie Kakao, Schokolade, Mandeln, Nüsse, Dörrobst und -gemüse, Gewürze, Hefe Trockenmilch, Sonnenblumenkerne, Saatgut, Bienenwaben und Insektensammlungen befallen.

Eine ausgeschlüpfte Imago hingegen nimmt keine Nahrung mehr auf und lebt nur relativ kurz - etwa 5-6 Tage.

Die Entwicklungszeit dieser Spezies hängt in erster Linie von den Lebensbedingungen und der Umgebung ab.

Schaden

Die Dörrobstmotte ist neben der Kleidermotte der schädlichste Schmetterling in den europäischen Haushalten. In ihren Nahrungsansprüchen ist sie nicht gerade bescheiden, denn sie befällt und schädigt alle Produkte wie zuvor erwähnt.

Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Seit Beginn der Neunziger Jahre sucht der Eichenprozessionsspinner, ein Forstschädling, der Eichen und Weißbuchen befällt, in den Raupenperioden Sommermonaten, ab April / Mai, viele Regionen heim.
Die Eichenprozessionsspinner kommen aus den hohen Kronen schrittweise nach unten. Das macht die Gefährdung für Menschen besonders groß, wenn die Raupen bereits etwa Augenhöhe erreichen. Nester werden dann häufig im unteren Stammbereich gebildet.Die Larven des Eichenprozessionsspinners (weitläufig auch Eichenspinner, Eichenspinnerraupe bezeichnet), tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervorrufen. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen.
Da die mikroskopisch kleinen Gifthaare bis zu 200 Meter weit mit dem Wind vertragen werden können, und sich mit Haken auch in der Kleidung leicht festsetzen können, ist besondere Vorsicht geboten: Das Eiweißgift Thaumetoporin in den Gifthärchen stellt eine wichtige Ursache einer luftübertragenen Krankheit dar.
Die Gifthärchen können mehrere Jahre in der Umwelt intakt bleiben. Gesundheitsprobleme können somit auch außerhalb der Raupenperiode auftreten.

Ambitec Schädlingsbekämpfung hat sich auf die umweltschonende Bekämpfung von Eichenprozesionsspinnern ( EPS ) spezialisiert.

Wir arbeiten regional im Gebiet Rhein-Main-Neckar.

Unsere Kundenklientel bezüglich des EPS sind Kommunen und private Auftraggeber von betroffenen Grundstücken und Gartenanlagen.
Präventive Sprühverfahren mit umweltverträglichen Mitteln müssen bereits im April / Mai erfolgen.
Bäume die nicht behandelt wurden und danach Befall mit EPS aufweisen, werden mit unseren eigenen Spezialgeräten ( im Saugverfahren ) von EPS und den Nestern gereinigt. Mit diesem Verfahren können keine Partikel während der Entfernung in die Luft gelangen wie dies bei dem Abflammen der Nester der Fall ist.. Daneben ist diese Methode äußerst schonend für Ihren Baumbestand.
Unser Leistung schließt selbstverständlich die fachgerechte Entsorgung der entfernten Nester ein. Diese werden bei der HIM in Biebesheim entsorgt.

Flöhe (Siphonaptera)

Aussehen

Alle Flöhe haben einen seitlich stark zusammengepressten, segmentierten Körper und sind durch ein sehr kräftig entwickeltes hinteres Beinpaar in der Lage, erstaun-liche Sprünge auszuführen. Sie sind stets flügellos und zwischen 1,5 bis 4 mm groß.

Allgemein


Adulte Flöhe leben etwa 1½ Jahre. Die Kopulation findet auf dem Boden statt, worauf das Weibchen täglich 20-25 etwa 0,25 mm große weiße Eier ablegt. Aus den Eiern schlüpft nach 2-12 Tagen eine augenlose Larve, die bis 5 mm lang wird. Nach 2-3 Wochen verpuppt sich das Larvenstadium. Zwar ist die Entwicklung der Puppe in etwa 1-2 Wochen abgeschlossen, aber das Schlüpfen erfolgt auf einem Außenreiz (=Vibration, die einen Wirt ankündigt).

Flöhe sind ursprünglich typische Nestbewohner, und die Anpassung erfolgte mehr an die spezifischen Nestbedingungen der Wirte als an die Wirte selbst. Das Nest oder Tierlager ist Lebensraum der Flohlarven, die eine ganze andere Lebensweise als ihre blutsaugenden Imagines haben.

Flöhe können mehr als 12 Monate ohne Nahrung auskommen. Besonders die verpuppten Flöhe können in den Kokons sehr lange warten, bis die entsprechenden Schlupfreize sie zum Öffnen der Hülle veranlassen. Hungernde Flöhe wandern oft ab und suchen andere Wirte. Häufig sind ungepflegte Schlafplätze von Hunden und Katzen die Ursache von Flohplagen in Wohnungen und Häusern. Besonders die verwilderten Hauskatzen sind häufige Verursacher.

Bedeutung

Flöhe können die Erreger schwerwiegender Infektionskrankheiten übertragen. Augenfälliger wird ihre Schädlichkeit durch die Stiche, die sie uns durch ihre mehrmals tägliche erfolgende Blutaufnahme beibringen.

Fruchtfliegen

Fruchtfliegen



Allgemein


Fruchtfliege ist nur ein Oberbegriff für mehrere Arten von vorratsschädigenden Fliegen, welche zwischen 2-3 mm Körperlänge erreichen. Sie erscheinen insbesondere in den Herbstmonaten in großer Zahl und rufen große Probleme hervor.

Sie können über eine beträchtliche Entfernung gärende Pflanzenstoffe riechen und erscheinen überall, wo Obst und Gemüse, Gelees, Marmeladen, Obstsäfte und Wein hergestellt oder verarbeitet werden.

Fruchtfliegen sind gefährliche Schädlinge auf fleischigem Gemüse, vor allem Tomaten, und auch auf reifem Obst. Die größten Probleme werden in Obst- und Gemüsegroßlagern, sowie in Konservierungsbetrieben und Haushalten verursacht. Der Verderb von frischem und konserviertem Obst wird durch den Befall beschleunigt und auch das massenhafte Auftreten wird oft als lästig empfunden.

Entwicklung

Die Weibchen legen ca. 400-500 Eier auf überreifes oder sich zersetzendes Obst bzw. auf o.g. pflanzliche Stoffe, sofern sie genügend Wasser enthalten. Die Eier haben zwei fadenförmige Auswüchse, die sie auf der Oberfläche tragen.

Die Larven ernähren sich überwiegend von Hefepilzen und halten sich in den Oberschichten des befallenen Substrats auf. Binnen einer Woche wachsen sie heran und sichern sich dann eine trockenere, erhabene Stelle, um sich dort zu verpuppen. Die Imago schlüpft bei einer Temperatur von 26°C schon 8-12 Tage nach der Eiablage.

Getreidemotte (sitotroga cerealella)

Aussehen

Das erwachsene Tier der Getreidemotte weist eine Flügelspannweite von bis zu 20 mm auf. Die Hinterflügel sind kleiner, grau gefärbt und mit haarigen Fransen besetzt. Der Körper zeigt sich von braun-gelblicher Farbe.

Lebensweise

Die Getreidemotte kommt weltweit vor und ist in Gebäuden ganzjährig anzutreffen. Sie ist eine ernster Vorratsschädling auf Getreide, Buchweizen und Hülsenfrüchten. Das Weibchen legt die Eier einzeln auf der Oberfläche der Samen ab. Nach dem Ausschlüpfen nagen sich die Raupen ins Innere vor, wobei sie runde Löcher in die Getreidekörner bohren. Auffällig ist der glatte Rand dieser Löcher. Schließlich höhlen die Larven das Getreidekorn völlig aus und verlassen es dann zur Verpuppung.

Das Entwicklungstempo wird wesentlich von der Temperatur beeinflusst. Die Entwicklung liegt zwischen 25 Tagen und 4 Monaten, im Winter dauert dieser Zyklus etwas länger.

Die Getreidemotte entwickelt sich nicht nur in gelagerten Kornvorräten, sondern kann auch Getreidekulturen auf dem Halm angreifen, vor allem Gerste und Mais. Mit den befallenen Körnern können die Schädlinge wieder in die Lagerhäuser gebracht werden.

Schaden

Es werden nicht nur durch Larvenfraß große Mengen an Getreide vernichtet; auch nicht direkt befallenen Körner verkleben durch Kokonfäden der Puppen und da sehr rasch Pilzbefall eintreten kann, sind auch diese Körner meist verloren.

Getreideplattkäfer (oryzaephilus surinamensis)

Getreideplattkäfer

oryzaephilus surinamensis
Allgemein


Der Getreideplattkäfer ist in erster Linie ein gefährlicher Getreideschädling, doch frißt er auch Gebäck, Teigwaren, Reis, Dörrobst, Heilkräuter, Gewürze, Schokolade, Nüsse, Erdnüsse, Tabak, Trockenfleisch u.ä. Er beschädigt auch Verpackungen aus Papier und Textil.

Er ist weltweit verbreitet und kommt in warmen Getreidelagern zur Massenentwicklung und ist in Lebensmittellagern vieler Einrichtungen zum häufigsten Schädling an Getreideprodukten geworden.

Aussehen

Der Getreideplattkäfer erreicht Längen von 2,75-3,25 mm, ist flach, graubraun bis rostrotbraun gefärbt. Die langgestreckten Flügeldecken sind mit drei glatten Längsrippen und dazwischen liegenden Punktreihen versehen.

Die Fühler haben 11 Glieder mit 3-gliedriger Endkeule.

Lebensweise

Die Weibchen legen 150 bis maximal 375 Eier einzeln, täglich nicht mehr als 10 Eier ab. Diese werden auf die Verpackungen oder in die Ritzen von Mauerwerk, Regalen usw. untergebracht.

Die Larven entwickeln sich bei Temperaturen um 30°C, sowie hoher Luft- und Substratfeuchtigkeit am besten. Innerhalb von 2-5 Wochen häuten sie sich 3-5 mal. Nach 8-tägiger Puppenruhe schlüpfen die Käfer und können bis zu 3 Jahre leben.

Gewöhnlicher Mehlkäfer (tenebrio molitor)

Aussehen

Die Mehlkäfer sind erst braun, werden im Laufe der Zeit aber immer dunkler bis Schwarz und besitzen aus Punkten gebildete Streifen auf den Flügeldecken. Sie erreichen eine Größe von 13 bis 20 mm.

Vorkommen, Lebensweise

Der Gewöhnliche Mehlkäfer stammt zwar aus Europa, ist aber mittlerweile über die ganze Welt verbreitet, insbesondere über die gemäßigte Zone.

Er ist ein typischer Schädling, der heutzutage im Haushalt seltener vorkommt, da Mehl nicht mehr langfristig gelagert wird. Der Käfer befällt hauptsächlich Mühlen, Mehlvorratslager und Bäckereien.

Das Weibchen legt 160-280 Eier, diese sind weiß, 1,8 mm lang, bohnenförmig und haben eine klebrige Oberfläche.. Die Larve schlüpft nach etwa 15 Tagen und häutet sich während ihres Wachstums 9-20 mal, wobei allmählich ihre Farbe von Weiß über Gelb in ein sattes Gelbbraun wechselt. Gegenüber Nahrungsmangel ist sie sehr widerstandsfähig, sie kann bis zu 9 Monate hungern.

Die Larvenentwicklung kann über 600 Tage dauern, der gesamte Zyklus rund 650 Tage. Dieser lange Zeitraum ist sicher mit ein Grund dafür, dass der Mehlkäfer nicht zu den gefürchtetsten Materialschädlingen zählen.

Die Imagines sind Nachtlebewesen, tagsüber verbergen sie sich in dunklen Winkeln und Spalten. Die größeren Larven sind sehr aktiv und entfernen sich oft einige Dutzend Meter vom Ort ihrer bisherigen Entwicklung.

Auch wenn man weder einen erwachsenen Mehlkäfer noch eine Larve entdeckt, erkennt man befallenes Mehl eindeutig an den typischen gelben Fetzen der Larvenexuvien, die ein normales Mehlsieb leicht auffängt.

Erkrankungen

Es ist möglich, dass die Mehlkäferlarve Bakterien auf die Nahrungsmittel überträgt. Überdies kann sie Zwischenwirt für verschiedene Bandwurmarten sein, wobei die Infektion dann durch orale Aufnahme erfolgt, wenn ganze oder auch zerkleinerte Mehlkäferlarven in Getreideprodukten enthalten sind.

Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa)

Gartenwanze

Kennzeichen: Die Färbung der Oberseite ist graubraun mit ungleichmäßig verteilten Punktgruben. Die Membran ist dunkelbraun gefleckt, der Seitenrand des Hinterleibs ist hellgelb und weist schwarze Flecken auf. Die Körperunterseite ist hell und mit schwarzen Punkten besetzt. Die Grundfarbe der Fühler ist schwarz, aber das 4. und 5. Glied ist an der Basis breit weißgelb geringelt.

Länge:
14 - 16 mm

Lebensraum:
Laubwälder, Parks, Gärten.
Entwicklung:
Die erwachsene Wanze überwintert. Oft versucht sie ein Winterversteck in Häusern zu finden. Dies können Rollokästen Verkleidungen u.ä. sein. Im Frühjahr findet Mann die Tiere sehr oft und auch massenhaft in Räumen wieder. Die Tiere wollen jedoch dann nur in Freie. Nicht gesundheitsschädlich. Einstufung erfolgt nur als Lästling.
Ernährung:
Saugt an Laubbäumen, gelegentlich auch an toten Insekten.
Verbreitung:
Europa, Asien.

Bekämpfung:
In der Regel nicht erforderlich. Präventiv kann man im Herbst Rollokästen, Verkleidungen und ähnliches z.B. mit Silikagel / Ultrasil behandeln. Fassaden können im Zuwanderungsbereich mit einem insektizidem Sprühbelag versehen werden. Z.B. Cislin, Tenopa, Empire usw.

Kellerassel (porcellio scaber)

Aussehen

Die Kellerassel hat eine rauh gekörnelte Haut, welche schwarz bis schiefergrau gefärbt ist. Oft sind die Muskelansatzstellen auf dem Rücken rötlich oder ockergelb marmoriert. Die Fühlergeißel besteht aus 2 Gliedern. Die Asseln erreichen eine Größe zwischen 15-18 mm.

Vorkommen, Lebensweise

Die Art stammt aus Westeuropa, hat sich als Begleiter des Menschen jedoch fast über die ganze Welt verbreitet. Sie sind nahe Verwandte der Krebse und Krabben, haben sich aber an ein Leben auf dem Trockenen angepasst.

Die Kellerassel erscheint in Kellern, feuchten Erdgeschossräumen, in Klosetts, aber auch außerhalb der Gebäude unter Ziegeln, Steinen oder Holzstücken.

Diese Tiere ernähren sich in erster Linie von verfaulenden Pflanzenteilen, greifen aber in Vorratskellern auch lagerndes Gemüse, Obst und Kartoffeln an. Ihr Fraßbild an Blättern, Früchten, Knollen und Wurzeln ist dem der Schnecken ähnlich, nur sind die Löcher an Blättern gewöhnlich nicht so groß. Die Asseln finden sich aber auch in Kellern, in denen keine Stoffe aufbewahrt werden, die Ihnen zur Nahrung dienen können, wahrscheinlich hier nur zur Überwinterung. Auch in Wohnungen können sie mit Gemüse verschleppt werden oder über Bewuchs der Hauswände mit Efeu etc. einwandern, sind aber mehr durch Ekelerregung als durch Fraß schädlich.

Biologie

Die Asseln atmen zum Teil noch durch Kiemen und durch Verdunstung geben sie sehr viel Wasser über die Haut wieder ab. Sie brauchen deshalb eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Während sie in feuchter Umgebung lichtscheu sind und nur für etwa eine Stunde in der Nacht aktiv werden, wird durch Trockenheit ihre Lichtscheu überwunden, weshalb man sie auch am Tage wandern sehen kann. Gegen Temperaturunterschiede hingegen sind sie nicht so empfindlich.

Die Zahl der Eier ist bei den Kellerasseln jahreszeitlich verschieden (im Sommer rund 85, im Herbst etwa 35). Sie werden in den Brutbeutel abgelegt, wo die Embryonalentwicklung stattfindet. Die ersten Mancastadien schlüpfen nach 35 Tagen aus leben dort 16 Tage und verlassen dann den Brutbeutel. Nach 100 Tagen etwa und weiteren 10 bis 13 Häutungen sind die Tiere geschlechtsreif.

Kleidermotte (tineola bisseliella)

Allgemein

Die Kleidermotte (4-8 mm) gilt überall auf der Welt als ernster Schädling in Haushalten, wo sie Wollbekleidung, Teppiche und Polstermöbel, auch Fischmehl, Kasein und Trockenfleisch beschädigt. Auch in Rohwolle lagern und Teppichwebereien ist sie gefürchtet.

Sie ist ein guter Läufer, jedoch das Fliegen meidet sie. Von anderen Schmetterlingen unterscheidet man sie am ruckeligen Zickzackflug und kann dabei aufgrund ihrer Ausdauer Entfernungen von mehreren hundert Metern zurücklegen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die etwa 50 Eier, welches ein Weibchen ablegt, werden zwischen Wollfasern geschoben und einzeln festgeklebt. Nach ca. 4 Tagen bis 3 Wochen schlüpfen 1 mm große Larven, die sehr beweglich sind und ohne Schwierigkeiten ganz kleine Öffnungen passieren können. Ab dem Zeitpunkt fangen sie an gierig zu fressen.

Die Raupe lebt in einer Art Tunnel aus Seidenfasern, welches ein Exkrement ihrer Speicheldrüsen ist. Sie spinnt sich in einem Kokon ein und verpuppt sich dann darin. Nach dem Schlüpfen verlässt die Imago die leere Puppenhülle.

Unter guten Bedingungen dauert so eine Entwicklungsphase durchschnittlich 65-90 Tage, kann sich aber auch bis zu mehreren Jahren hinziehen.

Normalerweise bringt die Kleidermotte nur eine Generation jährlich hervor, die Nachkommenschaft kann aber in geheizten Räumen in Nordeuropa auf bis zu vier ansteigen.

Kornkäfer (sitophilus granarius)

Allgemein

Der Kornkäfer ist ursprünglich eine samenfressende Art, entwickelte sich aber zu einem der ernsthaftesten Getreidevorratsschädlingen. Er ist relativ kältefest und richtet größere Schäden in Europa, kühleren Gebieten Nordamerikas und in Australien an.

Er ist ein typischer Schädling des Lagergetreides in kleineren bäuerlichen Betrieben. Im überlagerten Getreide kann die Befallsdichte hoch sein.

Aussehen

Es handelt sich um dunkelbraune 2,5 - 5 mm lange Käfer. Der Kopf ist rüsselförmig verlängert. An der Rüsselbasis setzen die geknieten Fühler an. Die Mundwerkzeuge befinden sich am Vorderen des Rüssels. Kopf- und Halsschild sind mit Narbenpunkten, die Flügeldecken mit vertieft verlaufenden Längsstreifen und einige- senkten Punkten versehen.

Entwicklung / Lebensweise

Die Larven entwickeln sich vor allem in Weizen, Roggen, Gerste, Reis und Mais, sowie in Sonnenblumensamen, Hirse, Teigwaren, Eicheln und Esskastanien. In Mehl und anderen feinkörnigen Produkten kommen die Larven zwar nicht vor, jedoch können sie sich in vertrockneten Teigresten oder ausgetrocknetem Mehlstaub wieder entwickeln.

Die gesamte Entwicklung findet im Getreideinneren statt, eine Larve bewohnt dabei jeweils ein Korn. Nur großkörnige Maissamen können mehrere Tiere enthalten.

Das Weibchen legt seine ca. 140 Eier durch ein tiefes Loch ins Korn, welches es vorher mit dem Rüssel gebohrt hat. Nach der Eiablage wird das Korn mit einem Stopfen wieder verschlossen. Dieses ist so kunstvoll verborgen, dass es nur mit einem Spezialfarbstoff sichtbar gemacht werden kann.

Die Eier sind jeweils 0,5 - 0,8 mm lang und weiß gefärbt. Nach dem Ausschlüpfen bleibt die noch beinlose Larve im Korn, da sie sich eine Kammer nagt, um sich später darin zu verpuppen.

Erst das ausgewachsene Tier nagt sich durch das Korn ins Freie und hinterlässt ein großes unregelmäßig rundliches Loch.

Die Gesamtentwicklung ist jahreszeitabhängig. Im Sommer dauert sie 30-40 Tage, während es im Winter bis zu 150 Tage sein können. Im Laufe des Jahres können sich bis zu vier Generationen entwickeln.

Der Kornkäfer ist einer der gefährlichsten Schädlinge in gelagerten Produkten, in Haushalten dagegen richtet er relativ selten Schäden an.

Kugelkäfer ( Familie der Diebskäfer )

Kugelkäfer sind Material- und HygieneschädlingeAussehen:
Die Käfer sind ca. 2,5 - 4 mm lang, spinnenartig und von braun-schwarz glänzender Farbe. Ihre Fühler sind leicht mit Beinen zu verwechseln. Vorkommen:
Die Einschleppung erfolgt meist mit Waren. Eine Zuwanderung aus Nachbar-gebäuden wie Ställen usw. ist möglich jedoch selten. Die Tiere sind lichtscheu und i.d.R. nur nachts auf Wanderschaft. Tagsüber halten sie sich hinter Sockelleisten, Ritzen usw. versteckt. Bekämpfung:
Die Bekämpfung ist nicht immer einfach da sich die Brutstätten oftmals in Hohlräume und Fehlbodenschüttungen befinden. Unser Betrieb hat die besten Bekämpfungserfolge in Wohnungen usw. mit Silikagel bzw. Finicon Ultra erzielt. Diese Puder verletzen den Chitinpanzer der Tiere und entzieht dem Körper die Flüssigkeit. Der Kugelkäfer trocknet so aus und stirbt ab.
Bei der Bekämpfung muss der Puder in alle Hohlräume eingebracht werden. Hierzu ist es erforderlich alle Hohl- und Zwischenräume anzubohren. In diese Öffnungen wird mit einem Stäubegerät z.B. Centrobulb oder Handduster der Puder in die Hohlräume eingeblasen. Bei unsere Produkten, Silikagel / Finicon Ultra, liegt die Ausbringmenge bei ca. 10-15 Gramm Puder pro qm behandelter Fläche. Bei sachgerechter Behandlung aller Hohlräume stellen sich erste Bekämpfungserfolge nach ca. 3- 21 Tagen ( je nach Mittel ) ein. Eine Nachbehandlung ist i.d.R. nicht erforderlich, da die Wirkung der Puder auch mechanischer Art ist. Wie die Erfahrung zeigt können diese Arbeiten, auch von versierten Laien, mit großem Bekämpfungserfolg ausgeführt werden.

Silikagel ( z.B. Ambitec-Silikagel / Ultrasil ) ist ungiftig und stellt für die Bewohner keinerlei Vergiftungsgefahr dar. Um die Wirkung schneller zu erreichen besteht auch die Möglichkeit z.B. Finicon Ultra einzusetzen. Dies ist ein Silikagel dem ein Insektizid ( Naturpyrethrum und wird aus einer Chrisanthemenart gewonnen ) beigemischt ist . Bekämpfung im Sprüh- oder Spritzverfahren sind völlig ungeeignet um einem Befall mit Messingkäfern zu begegnen da diese Behandlungen nur kurzzeitig wirken und die Behandlungen regelmäßig wiederholt werden müssen.



Was ist eigentlich Silikagel , Ultrasil oder Kieselgur ?



Kieselgur (=Diatomeenerde, =Kieselmehl, =Novaculit, =Tripolit, =Diatomit, =Bergmehl, =Infusorienerde, =fossiles Plankton)

ist ein weißes Pulver, das aus den Kieselsäureschalen fossiler Kieselalgen besteht.

Zur Entstehung:Die Kieselsäureskelette abgestorbener einzelliger Kieselalgen (=Diatomeen) sinken auf den Meeresgrund, reichern sich dort an und bilden geologische Ablagerugen aus Kieselgur.

Die heutigen Diatomeen umfassen 6 000 bis 10 000 einzellige Arten. Die Angaben über die Zahl fossiler Arten schwanken zwischen 40 000 und 100 000. Ein Kubikzentimeter Kieselgur enthält etwa 4,6 Millionen Schalen. In Ablagerungen erreichen Kieselgurschichten eine Mächtigkeiten von mehreren hundert Metern. Viele dieser Sedimentschichten sind mindestens 20 Millionen Jahre alt. Sie entstanden in den Seen und Meeren des Eozäns und Miozäns. Ablagerungen aus dem Miozän enthalten 70-90% SiO2, 3-12% Wasser und Spuren von Metalloxiden.

Im Jahre 1836 wurde Kieselgur bei Bohrungen erstmals in der Lüneburger Heide entdeckt. Kieselgur aus der Lüneburger Heide ist vor ca. 300.000 Jahren entstanden. Bis zum 1. Weltkrieg wurde fast der gesamte weltweite Bedarf mit Kieselgur aus dieser Region gedeckt. 1994 schließt die letzte Grube, denn Kieselgur aus den USA ist deutlich preisgünstiger.

Die ehemaligen Kieselgur-Gruben in der Heide sind inzwischen touristisch erschlossen. In ca. 9 km Entfernung des romantischen Heidedorfes Müden (Örtze) befindet sich der Kieselgur-Rundwanderweg. Der landschaftlich sehr reizvolle Weg schlängelt sich auf einer Länge von ca. 3,5 km vorbei an glasklaren, smaragdgrünen Kieselgurseen und entlang der schönsten Heideflächen des Naturparks Südheide. Anhand von Schautafeln kann sich der Besucher über die Entstehung, Gewinnung und Aufbereitung der nahezu unbekannten, aber vielseitig verwendeten Kieselgur informieren. In den USA werden mächtige Naturlagerstätten mit Baggern im Tagebau abgebaut und später zu unterschiedlichen Nutzungen weiter aufbereitet.

Kieselgur ist vielseitig verwendbar, u. a. als Filtermasse, als Füllmittel für Farben, Lacke und Papiere und als Isoliermaterial, speziell in der Hoch – und Tieftemperaturtechnik. 70% der Kieselgurproduktion werden bei industriellen Filtrationsvermögen verbraucht, besonders in der Zuckerraffinerie und beim Brauereigewerbe.

Bei der Weinherstellung ist es manchmal notwendig, bis zu viermal über Diatomitfilter zu filtrieren. Bei der Antibiotikaproduktion werden die Pilzmycelien durch Filtrierung über Kieselgurplatten entfernt. In zahlreichen Produktionsprozessen wird Kieselgur als Hilfsmittel zur Rückgewinnung von Chemikalien, ebenso bei der Reinigung von Wasser benutzt. Schließlich dient Kieselgur als industrieller Katalysator. Neuerdings wird es sogar dem Tierfutter als Heilmittel zugesetzt.

Wird das erschütterungsempfindliche Nitroglyzerin mit Kieselgur vermengt, entsteht daraus das stoßunempfindliche Dynamit. Durch diese Erfindung kam Alfred Nobel zu seinem großen Vermögen. Inzwischen wurde jedoch bei der Dynamitproduktion Kieselgur durch andere, besser geeignete Stoffe ersetzt.

Für den Einsatz als Insektizid wird das Rohmaterial zu einem feinen Staub gemahlen. Dieser Staub hat zwei insektizide Eigenschaften: einerseits ist er sehr scharfkantig und wirkt so als Scheuermittel welches die Insektenhaut (Kutikula) auf mechanische Weise verletzt, andererseits ist er sehr porös und saugt die öligen Oberflächensubstanzen, die die äußere Schutzschicht der Kutikulabilden, auf. Da die Staubpartikel auf der Oberfläche der Insekten haften bleiben, wird die Kutikula wasserdurchlässig. Dies führt sehr schnell zum Austrocknen und zum Tod der Insekten. Generell gilt zu bedenken, dass es sich bei Diatomeenerde um ein Naturprodukt handelt, das in verschiedenen Gegenden der USA abgebaut wird. Die genauen Materialeigenschaften können daher regionalen Schwankungen (Form, Zusammensetzung, Partikelgröße, Reinheit) unterliegen. Überdies hat der pH-Wert einen gewissen Einfluss. Die beste insektizide Wirkung wird dann erreicht, wenn die Diatomeenerde möglichst rein ist, der Partikeldurchmesser nicht über 10 µm liegt, und der pH Wert < 8.5 ist.

Diatomeenerde gilt als ungefährlich für die menschliche Gesundheit. Da die Anwendung mit Staubbildung verbunden ist, sollte das Einatmen dennoch durch das Tragen einer Staubmaske verhindert werden.


Literatur: Ebeling, W. (1971) Urban Entomology. University of California, Oakland. Korunic, Z. (1998) Diatomaceous earth, a group of natural insecticides. Journal of Stored Products Research 34: 87-97. Mewis, I. & Ulrichs, CH, 1999: Wirkungsweise amorpher Diatomeenerden auf vorratsschädliche Insekten - Untersuchung der abrasiven sowie sorptiven Effekte. Anzeiger für Schädlingskunde 72:113-121. Quarles, W. (1992) Diatomaceous earth for pest control. IPM-Practitioner 14: 1-11. Quarles, W. & Winn, P. S. (1996) Diatomaceous earth and stored product pests. IPM-Practitioner 18:1-10.

Steinmarder

Biologie und Lebensweise

Der Steinmarder ist mit einer Körperlänge von 40 bis 50 cm etwas kleiner als eine Katze. Sein Schwanz ist etwa halb so lang wie der Körper. Das Fell ist einheitlich graubraun. Im Halsbereich zeichnet sich ein weißer Kehlfleck ab, der sich zu den Vorderbeinen meist gabelt. Er frisst, was er am leichtesten erbeuten kann, also z.B. auch Aas oder vom Menschen hinterlassenen Lebensmittelmüll. Im Winter und Frühjahr ernährt er sich überwiegend von Kleinsäugern, Insekten und Vögeln. Spätsommer und Herbst ist zur Zeit der Obstreife seine Ernährung überwiegend vegetarisch.

Die Paarungszeit ( Ranz ) des Steinmarders fällt in den Zeitraum Juni bis August. Wie auch bei anderen Wildarten umfasst die Tragzeit des Steinmarders ( der Fähe ) eine Keimruhe. Die befruchtete Eizelle entwickelt sich nach einigen Teilungen nicht weiter, sondern wird bis Mitte Januar eingelagert. Erst jetzt beginnt die eigentliche Embrionalentwicklung. Um sicher zu stellen, dass der Nachwuchs in einer Zeit geboren wird, in der wieder ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, werden die jungen Marder erst ca. 9 Mon. nach der Paarung geboren.
Die durchschnittliche Wurfgrösse beträgt 3 bis 5 Welpen. Der Geburtstermin liegt zwischen Anfang März und Mitte April. Die jungen Marder wiegen jetzt ca. 30 Gramm und haben die Augen noch geschlossen. Diese öffnen sich nach ca. 35 Tagen. Nur wenige Tage später beginnen sie mit der Aufnahme fester Nahrung. Unter Führung der Mutter beginnen sie das Nest zu verlassen und ihre Umgebung zu erkunden. Der männliche Marder( Rüde ) ist nicht an der Aufzucht beteiligt. Ende September sind die Jungtiere selbstständig. Der Familienverband löst sich auf. Schon im darauffolgenden Jahr sind die jungen Marder geschlechtsreif. Somit kann ein Marderweibchen bereits im Alter von 24 Monaten zum ersten Mal Junge bekommen.

Steinmarder können in Gefangenschaft über 10 Jahre alt werden.
In freier Wildbahn wird dieses Alter jedoch selten erreicht. Nur ein geringer Teil der Marder erlebt die ersten 2 Lebensjahre. Die immer höher werdende Verkehrsdichte trägt einen großen Anteil dazu bei.
Steinmarder verständigen sich untereinander durch Laute und Geruchssignale. Sie haben ein relativ fest gefügtes Revier. Dieses wird gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen energisch verteidigt.

Mehlmotte (ephestia kuehniella)

Aussehen

Die Motten erreichen eine Flügelspannweite von 25 mm. Die Vorder- und Hinterflügel unterscheiden sich sichtbar. Das vordere Flügelpaar ist deutlich in einer blau-braun-grauen Farbe gebändert bzw. kupferrot gemustert; das hintere Paar zeigt sich gleichmäßig hellgrau.

Vorkommen, Lebensweise

Die Mehlmotte ist über die ganze Welt verbreitet, wobei ihr Ursprung unklar ist. In Europa erschien sie zumindest erst in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts und wurde innerhalb einer kurzen Zeit zu einem der hartnäckigsten Vorratsschädlinge, sie ist es bis heute geblieben.

Die erwachsenen Weibchen legen etwa 200 Eier ab, aus denen die weißlichen Larven schlüpfen, die einen raupenartigen Eindruck machen. Die ausgeschlüpfte Raupe beginnt dann, rings um ihren Körper ein seidiges Nährsubstrat zu spinnen, welches mit einem Nährsubstrat befestigt wird. Bei einer größeren Anzahl von Raupen entstehen dadurch umfangreiche "Spinnweben", welche aus Fasernder Nahrungsansammlungen entstehen.

Die Raupen werden bis zu 20 mm lang und verpuppen sich im Inneren des Kokons. Dieser wird entweder direkt im befallenen Produkt oder abseits in einer Ritze gesponnen.

Das Entwicklungstempo hängt weitgehend von der Temperatur ab. In ungeheizten Objekten wechseln sich alljährlich zwei Generationen an, in warmer Umgebung werden es sogar vier bis zehn.

Schaden

Die Mehlmotte befällt vor allem Mehl und weitere Mühlenerzeugnisse. Am meisten wird dieser Schädling in Getreidemühlen gefürchtet. Dort schädigen die Raupen die Produkte und verunreinigen sie durch Exkremente und Exuvien.

Durch Larvenfraß werden große Mengen des Eisubstrates vernichtet. Auch der nicht befallene Teil wird durch Gespinstgänge verklebt.

Der Kot der Larven bildet zudem einen hervorragenden Nährboden für die verschiedensten Pilze und Bakterien.

Messingkäfer ( Familie der Diebskäfer )

Messingkäfer sind Material- und HygieneschädlingeAussehen:
Die Käfer sind ca. 2,5 - 5 mm lang, spinnenartig und mit dichter messingfarben glänzender Behaarung. Ihre Fühler haben sind leicht mit Beinen zu verwechseln. Eier :
Die Eier sind 0,6 - 1 mm lang, länglich oval, zuerst weiß und später gelblich. Die Eier sind in der Regel nicht auffindbar, da sie mit Schmutz usw. überzogen sind.
Larven:
Sind nach dem Schlüpfen ca. 1,5 mm lang.

Puppen:
Die Puppen sind im ovalen Kokon liegen ca.3,4 - 5,4 mm lang.
Entwicklung:
Das Weibchen legt bis zu 200 Eier. Im Normalfall ca.50-150. Die gesamte Entwicklungsdauer vom Ei bis zum erwachsenen Tier beträgt ca. 4 Monate. Die Lebenserwartung des erwachsenen Tieres beträgt ca. 5 Monate. Es entstehen pro Jahr 2 Generationen. Die optimale Entwicklungstemperatur liegt bei 20 - 22 °C Vorkommen:
Die Einschleppung erfolgt meist mit Waren. Eine Zuwanderung aus Nachbar-gebäuden wie Ställen usw. ist möglich jedoch selten. Die Tiere sind lichtscheu und i.d.R. nur nachts auf Wanderschaft. Tagsüber halten sie sich hinter Sockelleisten,Ritzen usw. versteckt.

Bekämpfung:
Die Bekämpfung ist nicht immer einfach da sich die Brutstätten oftmals in Hohlräume und Fehlbodenschüttungen befinden.
Unser Betrieb hat die besten Bekämpfungserfolge in Wohnungen usw. mit Silikagel / Finicon Ultra erzielt. Diese Puder ritzen den Chitinpanzer der Tiere ein und entziehen dem Körper die Flüssigkeit. Der Messingkäfer trocknet so aus und stirbt ab.

Bei der Bekämpfung muss der Puder in alle Hohlräume eingebracht werden. Hierzu ist es erforderlich alle Hohl- und Zwischenräume anzubohren. In diese Öffnungen wird mit einem Stäubegerät, Centrobulb oder Handduster o.ä., der Puder in die Hohlräume eingeblasen. Bei unsere Produkten ( Silkagel / Finicon Ultra ) liegt die Ausbringmenge bei ca. 10-15 Gramm Puder pro qm behandelter Fläche.

Bei sachgerechter Behandlung aller Hohlräume stellen sich erste Bekämpfungserfolge nach ca. 3- 21 Tagen ( je nach Mittel ) ein. Eine Nachbehandlung ist i.d.R. nicht erforderlich, da die Wirkung des Puders auch mechanischer Art ist.

Wie die Erfahrung zeigt können diese Arbeiten, auch von versierten Laien, mit großem Bekämpfungserfolg ausgeführt werden.
Silikagel ( z.B. Ambitec-Silikagel / Ultrasil ) ist ungiftig und stellt für die Bewohner keinerlei Vergiftungsgefahr dar. Um die Wirkung schneller zu erreichen besteht auch die Möglichkeit z.B. Finicon Ultra einzusetzen. Dies ist ein Silikagel dem ein Insektizid ( Naturpyrethrum und wird aus einer Chrisanthemenart gewonnen ) beigemischt ist .

Bekämpfung im Sprüh- oder Spritzverfahren sind völlig ungeeignet um einem Befall mit Messingkäfern zu begegnen da diese Behandlungen nur kurzzeitig wirken und die Behandlungen regelmäßig wiederholt werden müssen.

Pharaoameise (monomorium pharaonis)

Allgemein

Die Pharaoameise stammt aus Indien. Ihren Namen verdankt sie dem Umstand, dass ihre erste wissenschaftliche Beschreibung anhand von Exemplaren vorgenommen wurde, die in den Mumien der ägyptischen Pharaonen gefunden worden sind. Nach Europa gelangte sie erst im vorigen Jahrhundert. Ihr allgemein verbreitetes Vorkommen in den letzten Jahrzehnten hängt mit den modernen Wohnsiedlungen zusammen. Man findet diese Art vorwiegend in den zentralgeheizten Wohnungen.

Die Pharaoameise bevorzugt warme und feuchte Orte. Ihre Kolonien nehmen nur einen winzigen Platz ein, normalerweise sitzen sie in Wandritzen, hinter Fliesen, zwischen Wänden und Möbelstücken, unter dem Fußboden oder in Spalten im Holz.

Lebensweise

Eine Kolonie enthält stets eine größere Anzahl eierlegender Weibchen. Unter den europäischen Bedingungen schwärmen diese Ameisen bis auf seltene Ausnahmen nicht, sondern paaren sich im Nestinneren, wo die befruchteten Weibchen dann bleiben.

Neue Kolonien kommen zustande, wenn einige Königinnen mit Arbeiterinnen, Eiern und Larven das alte Nest verlassen und ein neues anlegen. Jede Königin legt im Laufe ihres Lebens nur etwa 300 Eier. Die Entwicklung der Arbeiterinnen von der Eiablage bis zum Schlüpfen dauert etwa 37 Tage, die Entwicklung der geflügelten Geschlechtstiere 4 Tage länger.

Die Männchen leben nur einige Wochen, die Weibchen bis zu 300 Tagen. Sie besorgen sich ihre Nahrung nicht selbst, sondern lassen sich von den etwa 60 Tage lebenden Arbeiterinnen füttern. Die Arbeiterinnen pflegen in erster Linie die Nachkommenschaft und beschaffen Nahrung.

Diese ist sehr abwechslungsreich, besteht aus Fleisch, Fetten, Käse, Marmelade, Honig Schokolade, Brot und Gebäck, aber auch aus toten und lebenden Insekten (einschließlich Schaben), allem möglichen Schmutz und auch verschiedenen anderen Stoffen (z.B. Ölfarben, Lack). Die Arbeiterinnen bringen auch Wasser in beträchtlichen Mengen ins Nest, sowohl zum Trinken als auch zur Hebung der Feuchtigkeit im Nestinneren.

Schaden

Die Pharaoameise ist ein sehr lästiger und unangenehmer Schädling, vor allem deshalb, weil sie auch in dichte Verpackungen eindringt. So kann man die befallenen Lebensmittel kaum durch vorbeugende Maßnahmen schützen.

Pharaoameisen und Pharao Ameisenbekämpfung

Pharaoameisen gelten als die potentiell gefährlichste gesundheitsschädlichste Insektenart in Mitteleuropa. Dies hat verschiedene Gründe, vor allem aber sind sie Überträger von Krankeitskeimen. Nachgewiesen wurde die Übertragung von Salmonellen, Streptococce, Staphylococcen und viele andere Erreger, die unter anderem Lebensmittelvergiftungen, Typhus, Paratyphus Entzündungen der Atemwege, Meningitis, Wundinfektionen, Harnwegsinfektionen und Lungenentzündungen hervorrufen können.

Als Ursprungsland der nur etwa 1,5 - 2,6 mm großen Pharaoameisen wird Indien angenommen.
Sie benötigen Feuchtigkeit, Wärme und bevorzugen häufig einweißhaltige Nahrung. Für Entwicklung und Wachstum der Brut sind eine Nesttemperatur von 27°C und eine relative Luftfeuchte von 80% erforderlich. Diese Bedingungen finden sie in unseren Gebäuden u.a. in der Nähe von Heizungsrohren. Ihre Nester liegen in Mauerspalten und kleinen Hohlräumen in Beton und Mörtelfugen. Bevorzugt findet man sie entlang von Warmwasserleitungen tief im Mauerwerk, aber auch an ungewöhnlichen Plätzen wie Überlaufrinnen von Badewannen oder Abwassersystemen von Wasch- und Spülmaschinen. Es werden sämtliche Lebensmittel und auch kosmetische Produkte befallen.

Ein Befall von Pharao-Ameisen kann sich sehr leicht ausbreiten. Dies hängt mit der geringen Größe der Tiere zusammen. Sie werden einfach übersehen und auch unterschätzt. Sie können einfach mit Waren z.B. Tierfutter, Lebensmitteln oder Wäsche aus der Wäscherei verschleppt werden.

Pharaoameisen bilden sehr volkreiche Kolonien mit mehreren tausend Arbeiterinnen und bis zu 2000 begatteten Königinnen. Die Bekämpfung der Ameisen erfordert in jedem Falle Ausdauer und ein umsichtiges Verhalten. Hierzu gehört dass sich die primäre Bekämpfung nicht gegen die Arbeiterinnen richtet. Das Ziel ist es die Königinnen und deren Nester abzutöten. Die Kolonien sterben nicht ab wenn einige, auch hunderte, Arbeiterinnen abgetötet werden. Im Nest befinden sich immer Tiere im Puppenstadium die, die Versorgung der Königin übernehmen wenn die Arbeiterinnen abgetötet werden.
Um die Königinnen abzutöten, muss man die Arbeiterinnen schonen und ihnen einen hochattraktiven Fraßköder mit verzögernder abtötender Wirkung anbieten.

Hierzu verwenden Sie unser Top Produkt Pharaonis. Ein Granulat das in einer Köderdose angeboten wird, die Sie nur öffnen müssen und in den betroffenen Bereichen auslegen müssen. Die Köderdosen werden vorzugsweise im Bereich der Laufwege der Ameisen platziert. Weiterhin sollten die Köder im Bereich von Heizungs- und Warmwasserleitungen ausgelegt werden.

Als Faustregel gilt: Pro 15 qm Wohnfläche 3 Köderstationen. Wenn diese leergefressen sind müssen die Köderdosen unbedingt erneuert werden. Die gefüllten Köderdosen nach der letzten Köderaufnahme mindestens 3 Monate an ihrem Platz belassen da eventuell weitere Ameisen als „ Nachzügler „ im Objekt vorhanden sind. Nur so ist eine effektive Befallstilgung zu erreichen.
Während der Köderauslegung NIE mit Insektiziden spritzen oder sprühen, da die Arbeiterinnen die behandelten Flächen meiden und den Köder nicht mehr erreichen.

Schlupfwespe (Familie Ichneumonidae)

Allgemein

Von den echten Schlupfwespen gibt es weltweit ca. 30.000 Arten, von denen allein in Mitteleuropa etwa 3.000 vorkommen. Sie sind die wahrscheinlich bekannteste Gruppe der Hautflüglergruppe Ichneumonidae. Die Fühler bestehen aus zahlreichen (mehr als 12) Gliedern und sind lang fadenförmig.

Die Weibchen besitzen einen Legebohrer, der bei manchen Arten frei sichtbar ist. Bei anderen Arten wiederum ist dieser Legebohrer in Ruhelage im Hinterleib verborgen. Größere Arten können diesen Legebohrer auch als Wehrstachel einsetzen.



Lebensweise

Die Larven entwickeln sich als Parasiten in oder an anderen Insekten (oder Spinnen) oder in Pflanzengallen. Aufgrund der enormen Artenvielfalt ist es äußerst schwierig, exakte Bestimmungen vorzunehmen. Die Größen der Arten schwanken von unter einem Millimeter bis zu 30 Millimeter.

Die größeren Arten Weibchen der größeren Arten vollbringen beim Auffinden des Wirtes verblüffende Leistungen. Unser Beispiel ist die 20-30 mm lange Ephialtes manifestator. Sie ist überwiegend schwarz gefärbt mit roten Beinen und kann vorwiegend von Sommer bis Herbst auf Totholz, zumeist auf liegendem Eichenholz an Waldrändern beobachtet werden.

Das Insekt betastet mit ihren Fühlern die Holzoberfläche und ortet durch den darin gelagerten Geruchssinn tief im Holz lebende Bockkäferlarven.

Genau darüber legt sie ihre nach unten abgeknickten Fühler parallel auf das Holz und richtet den Hinterleib steil empor. Dann richtet sie den Legebohrer genau zwischen beide Fühlerspitzen. Nach dem Ansetzen des Bohrers am Holz beginnt der Bohrvorgang. Hierbei dreht sich die Wespe um den Bohrer und treibt ihn dadurch langsam in die Tiefe bis dieser auf die Käferlarve trifft.

Silberfischchen (lepisma saccharina)

Allgemein

Das Silberfischchen gehört zu einer altertümlichen Insektengruppe, die auch als ausgewachsene Tiere keine Flügel besitzen und sich nicht durch Metamorphose entwickeln.

Die Körperlänge der Tiere tendiert zwischen 8-13 mm, sie besitzen lange, gegliederte Geißelantennen, einen deutlich verbreiterten Brustabschnitt und weisen einen nach hinten sich verjüngenden Hinterleib, dessen 3 borstenartige Fortsätze das Körperende weit überragen, auf.

Lebensweise

Die Tiere schlüpfen aus dem Ei, welches dem Imago ähnelt, wachsen und häuten sich dann mehrmals. Fortpflanzungsfähige Exemplare häuten sich bis zu 80 mal und wachsen ständig. Abhängig von den Lebensbedingungen dauert die Entwicklungsphase des Silberfischchens 4 Monate bis zu 3 Jahren. Die Imago kann weitere drei Jahre oder noch länger leben und bleibt das ganze Leben fortpflanzungsfähig.

Die Eier (ca. 100) werden von dem Weibchen in Ritzen oder frei auf einer Unterlage abgelegt.

Silberfischchen sind Nachtlebewesen, welche die Wärme lieben und in der gemäßigten Klimazone feuchtwarme Stellen wie z.B. warme Keller, Badezimmer oder noch nicht ausgetrocknete Neubauten bevorzugen. Ihre Nahrung finden sie in Altpapier, Büchern, Zeitschriften und Tapeten.

Vorwiegend ernähren sich die Tiere von dem Dextrin des Klebstoffs; sie fressen jedoch auch an winzigen Schmutzteilchen, welche sich in unzugänglichen Ritzen oder Winkeln festgesetzt haben.

Auch Textilien wie Baumwolle, Leinen, Seide oder Kunstfasern werden von diesem Insekt angegriffen. Selbst tote Insekten oder auch die eigenen Exuvien (abgestreifte Haut) werden von ihnen nicht verschmäht. Sie sind jedoch in der Lage, über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu hungern, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Speckkäfer (dermestes lardarius)

Allgemein

Der Gemeine Speckkäfer, welcher 7-9 mm groß wird, ist nahezu auf der ganzen Welt verbreitet. Er gehört zur Gruppe der Dermestidae, wozu u.a. auch der Teppichkäfer, Museumskäfer und der Pelzkäfer gehören.

Lebensweise

Dieser Vorratsschädling erscheint oft auf Tierprodukten - Räucherwaren, Trockenfisch, Käse, Hundekuchen, Knochen- und Fischmehl - sowie auf Leder und Pelzen. Auch fetthaltige Pflanzenprodukte werden bevorzugt befallen.

In Haushalten ist er desto öfteren anzutreffen, hier wird seine Nahrung zumeist von toten Insekten und anderem angesammelten Schmutz gebildet. Sogar in Rattenködern kann diese Spezies sich entwickeln, sofern diese noch mit Grieben verwendet wurden. Auch in Bienenstöcken oder Vogelnestern findet man den Speckkäfer.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt die Eier (ca. 100-170 Stück) auf Stoffe, die für die Nahrung der Larven geeignet sind. Unter günstigen Bedingungen kann die Imago sich bereits nach 60-90 Tagen aus dem Ei entwickeln. Trotz dieser relativ kurzen Entwicklungszeit bringt der Speckkäfer oft nur eine Generation pro Jahr hervor.

Die Larve, welche am Körperende zwei kräftige Dorne trägt, bohrt sich vor dem Verpuppen in ein Substrat ein. Am Ende des Gangs legt sie dann eine Wiege an, in welcher sie sich dann verpuppt.

Schaden

Durch die Fraßtätigkeit der Larven wird an Parkett, Türstöcken und anderen Einrichtungen oder Gegenständen aus Holz großer Schaden angerichtet.

Bei Holzbauten z.B. ist bei großem Speckkäferbefall die Stabilität der Konstruktion gefährdet. Sie beschädigen auch Kork, Presstabak, Tabakerzeugnisse, Bleimäntel von Kabeln etc.

Stubenfliege (musca domestica)

Allgemein

Die Stubenfliege hat durch ihre lästige Erscheinung schon seit frühester Zeit auf sich aufmerksam gemacht. Seit dem 19. Jahrhundert sieht man sie nicht nur als nervendes Insekt, sondern vor allem als Überträger vieler Krankheiten.

Diese Insekten erreichen eine Körperlänge von 7-9 mm.

Lebensweise

Die Stubenfliege ist ein typischer Vertreter der tropischen Insekten, der in unseren Breitengraden nur Dank des Menschen überleben kann. Ursprünglich hat sie sich in den Exkrementen tropischer Wiederkäuer entwickelt, ist aber nach Europa als Begleiter des Menschen und seiner Nutztiere vorgedrungen. Durch ihre Anpassungsfähigkeit kann sie sich auch in menschlicher Nahrung und Abfällen entwickeln. Die Wärme von menschlichen Behausungen und der Ställe ermöglichen ihr die erforderlichen Bedingungen.

Die Stubenfliege überwintert in jedem Stadium und kann sich bei einer Temperatur von 18°C in jeder Jahreszeit vermehren.

Die Weibchen, welche schon nach 4-8 Tagen mit dem Eierlegen beginnen (120 Stück in mehreren Häufchen), unterscheiden sich durch den robusteren Hinterleib und der breiteren Stirn von den Männchen. Der Vorgang des Eierlegens wiederholt sich nach einigen Tagen, so dass insgesamt bis zu 600 Eier vorhanden sind.

Die Entwicklung von der Eiablage bis zum ausgewachsenen Individuum dauert bei warmen Wetter etwa drei Wochen.

Heutzutage findet man die Stubenfliege häufig auf dem Land, wo sie ihre Nahrung in Mist und anderen Abfällen findet.

Auch in den Städten ist sie ein lästiger Vertreter und stellt aus hygienischer Sicht eines der gefährlichsten Lebewesen überhaupt dar. Durch ihren ausdauernden Flug zwischen Nahrungsmitteln, Fäkalien, Abfällen und wieder Nahrungsmitteln, sowie ihre Fähigkeit, große Entfernungen zu überwinden, wird sie zum gefährlichen Überträger vieler Infektions- und Parasitenkrankheiten.

Taubenzecke (argas reflexus)

Aussehen

Der Körper der Taubenzecke ist flach eiförmig, mit fein gefurchten Rändern, die nach oben umgebogen sind. Sie ist gelblich gefärbt und nach Einnahme der Blutmahlzeit wechselt die Farbe zu braunrot. Auf dem Rücken hat die Taubenzecke zahlreiche Gruben und Augen sind nicht vorhanden.

Die Körpergröße ist je nach Geschlecht unterschiedlich: Männchen werden 4-5 mm groß, Weibchen 7-10 mm.

Vorkommen

Taubenzecken sind in den wärmeren Ländern und in Mitteleuropa verbreitet. Neben dem klassischen Vorkommen in Geflügelhaltungen nimmt die Verbreitung unter verwilderten Haustauben in den Städten zu. Dort wo die Tauben ihre Nist- und Ruheplätze angelegt haben, ist ein Auftreten der Taubenzecke nicht auszuschließen.

Sie ist überwiegend nachtaktiv und hält sich tagsüber als Ektoparasit in Ritzen, Spalten, Ecken, unter Spinnweben und an anderen Unterschlupfstellen in Taubenschlägen und Hühnerställen auf.

Sie geht aber auch auf Enten, Gänse, Spatzen u.a. Vogelarten über, wobei sie auch Säugetiere und Menschen in ihrem Befallsbereich nicht verschont.

Entwicklung

Das Weibchen legt zwischen 20-100 ovale, 0,6 mm große Eier an verdeckten Stellen ab. Dieses geschieht mehrmals jährlich und die Eier sind anfangs bräunlich und werden später weiß. Nach 2-8 Wochen schlüpfen die ca. 2-3 mm großen, rundlichen und kurz behaarten Larven. Ihre sechs langgliedrigen Beine enden mit Klauen und Haftlappen. Nach 8-14 Tagen saugen sie auch tagsüber Blut. Sie setzen sich an der federfreien Haut fest, wie beispielsweise am Hals, an Schenkelinnenflächen oder unter den Flügeln.

Wenn sie vollgesogen sind, fallen sie als kleine schwarzrote Kugeln auf, verlassen den Wirt und verkriechen sich. Nach 4-9 Tagen häuten sie sich zum erstenmal zur achtbeinigen Nymphe. Das erste Nymphenstadium ähnelt dem ausgewachsenen Tier, ist jedoch kleiner und ohne Geschlechtsöffnung.

Die Nymphen saugen nachts und nach einem Zeitintervall von ca. 3 Wochen entwickeln sich bis zu vier Nymphenstadien, danach die geschlechtsreife Zecke.

Sie nimmt in der warmen Jahreszeit bis zu 30 Minuten Blut monatlich auf. Larven und Nymphen säugen nur einmal Blut zwischen den Häutungen, die Adulten Zecken wiederholt. Zehn Zecken saugen bis zu 3 ml Blut.

Der Entwicklungszyklus ist von den äußeren Umständen abhängig: Bei Blutspendermangel dauert es bis zu 3 Jahre, kann aber schon nach 3 Monaten abgeschlossen sein, wenn ein Wirt vorhanden ist. Geschlechtstiere gelten als kälteresistent und sollen ohne Nahrungsaufnahme bis zu 6 Jahren überleben können.

Beeinträchtigung

Der Stich einer Taubenzecke kann zu juckenden, schmerzenden Bissreaktionen, sowie zu lokal begrenzten Entzündungen (Kratzekzeme), Hauteiterungen wie bei Verlausung, schwer heilenden, nässenden und ausgedehnten Hautgeschwüren führen.

Allgemeinreaktionen wie Atemnot, beschleunigter Puls, Erbrechen, Atemwegs- und Hautallergien, sowie psychische Reaktionen sind durchaus im Bereich des Möglichen nach einem Einstich.

Teppichkäfer (anthrenus scrophulariae)

Aussehen

Teppichkäfer sind unscheinbare kleine Käferchen, deren Körperlängen zwischen 2-3,8 mm schwanken. Der buntfleckige Teppichkäfer hat elfgliedrige Fühler.

Lebensweise

Das befruchtete Weibchen dringt im Mai/Juni in Gebäude ein und legt dort ca. 30 Eier. Nach 15 Tagen schlüpft eine Larve, die sich bis zu zwölfmal häuten kann, bevor sie erwachsen ist. Die Larven verpuppen sich zum Großteil im Herbst. Innerhalb von 10-19 Tagen schlüpft die Imago, verbleibt aber bis zum Frühjahr in der Puppenhaut. Der kleinere Teil der Larven überwintert, setzt im Frühjahr den Mastfraß fort und ist erst danach reif.

Die Larven des Teppichkäfers sind gefährliche Schädlinge, welche an Teppichen, Textilien, Pelzwerk aber auch an Leder, Seide, Federn, Horn und insbesondere Insektensammlungen u.a. naturkundlichen Schaustücken immense Schäden anrichten können.

In freier Natur entwickeln sie sich in Vogelnestern, auf den Kadavern von Vögeln und Säugern sowie in den Nestern wilder Bienen.

Vorbeugung

Man sollte bei Teppichen darauf achten, dass diese auf glatte, fugenlose Fußböden und nicht bis an den äußersten Rand verlegt werden. Oft saugen und ausklopfen.

Naturkundesammlungen sollten in gut abgedichteten Kästen oder Containern untergebracht werden und präventiv mit Chemikalien behandelt werden. Konsequente Beseitigung von Schmutzteilchen, die sich hinter Möbeln, Kücheneinrichtungen und in Fußbodenritzen sammeln. Beseitigung von verlassenen Vogel-, Mäuse- und Wespennestern, sowie von ausgetrockneten Kadavern jeglicher Art.

Wollkrautblütenkäfer (anthrenus verbasci)

Wollkrautblütenkäfer
anthrenus verbasci



Aussehen


Der Käfer wird etwa 1,7-3,2 mm lang. Er hat 11gliedrige Fühler mit 3 gliedriger Endkeule.

Die Flügelnaht ist nicht rot beschuppt wie beim Speckkäfer, jedoch die Hinterecken und der Hinterrand des Halsschildes sind weiß beschuppt.

Lebensweise

Ab Mitte Mai fliegen sie zum Blütenbesuch ins Freiland und leben auf Blüten, wovon sie sich ernähren.

Die Weibchen kehren zur Eiablage in die Gebäude zurück und legen die Eier in Ritzen, Falten oder anderen geschützten Stellen am Nahrungssubstrat ab. Die Fortpflanzung in temperierten Räumen ist auch ohne Aufenthalt im Freien möglich.

Da die Käfer zum Licht fliegen, finden sich zu der Zeit häufig mehrere Käfer an geschlossenen Fenstern. In temperierten Räumen schlüpfen die Käfer von Januar bis September.

Der Wollkrautblütenkäfer hat einen einjährigen Entwicklungszyklus. Die 4,5 mm langen gelbbraunen Larven sind hellbraun behaart. Die hellbraunen Pfeilhaarbüschel überragen das Hinterende der lichtscheuen Larve.

Schaden

Als Keratinfresser treten sie in Wohnungen und Lagern auf. Bevorzugte Stellen sind Teppiche sowie andere Bodenbeläge, Bettkästen, Pelze, Textilien im Kleiderschrank, Wollvorräte u.a. Ebenso richten sie in Insektensammlungen und Vogel- oder Säugetierbälgen großen Schaden an.

Die Speisekammer ist selten die Befallsquelle. Im Sommer können die Käfer von draußen hereinfliegen. Die Larven hingegen können sich mit Hilfe von toten Insekten, Wollfusseln oder in Vogelnestern entwickeln. Überdies legen sie ein ausgeprägtes Wanderverhalten an den Tag. Ein vereinzeltes Auftreten von Wollkrautblütenkäfern ist in Häusern jederzeit möglich, ohne dass hier ein eigentlicher Schädlingsbefall vorliegt.